Wie es der Name schon verrät, wurde das Messer in der Schweiz entwickelt und ursprünglich für den Einsatz in der Armee hergestellt. Das Ziel war, den Soldaten ein Handwerkszeug in die Hand zu geben, welches zum einen durch den Klappmechanismus sehr leicht in jeder Hosentasche oder kleinen Gürteltasche sicher zu verstauen ist und zum anderen neben der Schneideklinge noch andere Arbeitsmittel für den Einsatz im Feld in einem sehr leichten Werkzeug vereint. Ende des 19. Jahrhunderts bestanden die Schweizer Messer aus einer Klinge, einer Ahle, einem Schlitzschrauberzieher und einem Dosenöffner.
Die Schweizer Messer zählen aufgrund der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten auch heutzutage bei Berufs- und Personengruppen mit den unterschiedlichsten Aktivitäten in der freien Natur, wie zum Beispiel Abenteurer, Wanderer, Bergsteiger, Camper, Angler und so weiter, zu den beliebtesten Klappmessern. Über die Jahre wurde das Klappmesser immer weiter entwickelt und vor allem diesen Ansprüchen und Wünschen der zivilen Nutzung angepasst. Die beiden schweizerischen Originalherstellern Victorinox und Wenger bieten die unterschiedlichsten Ausführungen an Schweizer Messern für den zivilen Gebrauch an. Die aktuellen Modelle für die zivile Nutzung haben je nach Ausführung.
zu den ursprünglichen Komponenten noch eine große Menge weiterer Werkzeuge integriert. So besitzen die Schweizer Messer beispielweise eine kleine Holzsäge, Metallfeile, Schere oder einen Korkenzieher. Außerdem sind sie meistens mit Zahnstocher und Pinzette ausgerüstet, welche in extra an den Griffschalen befestigten Steckfächern mitgeführt werden.
Bei der Entwicklung und Herstellung der Schweizer Messer werden auch die Bedürfnisse spezieller Freizeitbereiche berücksichtigt. So verfügen zum Beispiel einige Messer über spezielles Werkzeug zum Entschuppen von Fischen für die Angler oder für die Golfer über spezielle Rasenheber. Neben der Verwendung als Universalwerkzeug im Outdoor-Bereich gelten Schweizer Messer in den modernen Varianten mit elektronischen Elementen, wie Laserpointer, USB-Stick oder auch MP3-Player, besonders bei jungen Menschen immer mehr als Kultobjekt. Trotz all der unterschiedlichen Ausführungen vereinen diese Klappmesser für den privaten Gebrauch aber die roten Griffschalen und das Schweizer Kreuz als typisches Erkennungsmerkmal.